Grundlagentrainings
Personen mit einer hohen interkulturellen Kompetenz haben eine ausgeprägtere Fähigkeit, mit Angehörigen einer anderen Kultur zur beiderseitigen Zufriedenheit unabhängig, kultursensibel und wirkungsvoll zu interagieren. Dabei geht es um das Ziel, trotz aller eventuellen Unterschiedlichkeit handlungs- und lösungsfähig zu bleiben, Blockaden und Abwertungen des Anderen zu vermeiden, und idealerweise die Vielfalt der Ansätze sogar als Bereicherung zu erleben und zu nutzen.
Um dies am Beispiel eines deutschen Produktionsleiters in Indien einmal überspitzt zu verdeutlichen: Die „Gleichgültigkeit“ im indischen Werk gegenüber seinen Prozess- und Qualitätsbedürfnissen mag ihn ohne ein vorbereitendes Training vielleicht frustrieren. Die „Unwilligkeit“ vor Ort, Verantwortung zu übernehmen oder eigene Fehler einzugestehen, mag ihn zusätzlich verärgern. Und wenn er dann vielleicht sieht, dass ohne ihn manchmal gar nichts mehr läuft, und dass er oft mit einem entschuldigenden Lächeln die unsinnigsten Antworten auf seine Fragen und Bitten bekommt, bleibt ihm aus seiner Sicht vielleicht gar nichts anderes übrig, als sich seine eigenen – abwertenden - Wahrheiten und Rezepte zusammenreimen, wie „die Inder“ eben halt so sind und wie man darum mit ihnen umgehen muss...
Entsprechend groß ist die Herausforderung, in einem Training für diesen Werksleiter einen Prozess in Gang zu setzen, der ihn wirklich dabei unterstützt vor Ort interkulturell kompetent, auf Augenhöhe mit seinen lokalen Kollegen und Mitarbeitern und nachhaltig zu (inter)agieren.
Unsere Trainings zur kulturallgemeinen Sensibilisierung setzen darum auf drei Ebenen an, dem Denken / Reflektieren, dem Fühlen / Erleben und dem darauf aufbauenden Handeln. Zentraler Ausgangspunkt ist dabei das Erkennen der eigenen kulturellen Prägung und der als selbstverständlich, „richtig“ und zumeist als nicht verhandelbar erlebten eigenen Werte und Gewohnheiten. In einem Methodenmix von Übungen, Fallbeispielen, Rollenspielen und Diskussionen, ergänzt mit Videomaterial und Präsentationen durch die Trainer wechseln sich dabei Erleben, Erkennen und Einüben miteinander ab und verstärken so den Lern- und Erfahrungsgewinn.
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